Chronik 1999

Die Gelegenheit einen Zwei – Abende – Kurs in der Gliederkrippenfigurenherstellung bei Frau Birnbaumer zu absolvieren ließen sich etliche Vereinsmitglieder auch nicht entgehen und können nun mit Fug und Recht sagen, sie haben die gesamte Krippe eigenhändig gebaut.

Besichtigung Abtei Mehrerau

Offenbar als eine Art Gegenleistung dafür, dass sich unsere Vereinsleitung auf Ersuchen von Pater Prior Markus Stark im Kollegium Mehrerau, das dazu eigene Räume adaptiert hatte,einen Krippenbaukurs für dessen Internatsschüler durchzuführen, erreichte uns die kurzfristige Einladung zu einer Führung durch die Abtei. Pater Johannes verstand es ausgezeichnet, den ca. 40 Harder Krippelern am Freitag, den 29.10. einen beeindruckenden Überblick über die Aktivitäten des Klosters und einen guten Einblick in dessen Räumlichkeiten und das Klosterleben zu geben.

Die Brettljause im Klosterkeller mundete allen vorzüglich und danach ging’s zurück ins Vereinsheim, wo bis in die frühen Morgenstunden über Krippen- und Klosterthemen diskutiert wurde nicht ohne dabei zu beherzigen dass: Christus hat, als auf Erden er gewandelt, Wasser in den Wein verwandelt.

Aufstellen der Kirchenkrippe in Bagnoli.

Ein nicht zu unterschätzendes Problem stellte der Transport nach und das Aufstellen der Krippe in Bagnoli dar. Doch wie sagte einst ein kluger Mann : Probleme gibt es nicht, nur Aufgaben. um es gleich vorweg zu nehmen – diese Aufgabe wurde durch den mustergültigen Einsatz aller Beteiligten mit Bravour bewältigt.

Am Donnerstagnachmittag, den 25.11.,wurde die Krippe in einen Sattelschlepper der Firma Benno Feldkircher verladen und am Freitag früh um 5 Uhr fuhren nicht etwa 7 Zwerge oder 7 Schwaben, sondern 7 wackere Harder  Krippeler( Walter Pfattner, Herbert Dobler, Norbert Tschemernjak, Max Kaufmann,Theo Eksaharos, Josef Pircher und der Einsatzleiter Paul Künz inm gemieteten VW-Bus in Richtung Süden.

Bei der Ankunft wurden sie von Pfarrer Don Antonio, Bgm. Mario Rasi und Valentino freudig begrüßt und machten sich sogleich ans Abladen. Hatte schon der Anblick des Sattelschleppers bei den italienischen Freunden Verwunderung ausgelöst, so staunten sie nicht schlecht, als binnen einer Stunde die halbe Kirche mit Krippenteilen belegt war.Nach kurzer Mittagspause war in fünfeinhalbstündiger Arbeit die Krippe aufgestellt und voll beleuchtet. Des Pfarrers Freude und Begeisterung war so groß, dass er die Erbauer spontan zum Abendessen ins Gasthaus einlud.

Am Samstagvormittag wurde die Botanik aufgebracht, darunter ein vom  Pfarrer herbeigeschafftes Vogelnest, und die Figuren aufgestellt. Nachmittags ging’s nach Padua zum Kathedral-Stadt -und Weihnachtsmarktbesuch.

Die sonntägliche Predigt widmete Don Antonio fast ganz der Krippe. Unsere Harder Krippenbotschafter wurden mit freudigem und herzlichem Dank überschüttet, den sie gerne an alle Initiatoren und Mitarbeiter weiterleiten. Ihrerseits waren sie angetan von der bereitwilligen Mithilfe beim Aufbau und von der freundschaftlichen Aufnahme bei den Gastgeberfamilien. Damit hat auch  unser Verein ganz gewiß einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, das bestehende Band der Eintracht und der Freundschaft enger und dauerhafter zu knüpfen.

Der Abend des 3. Dezember vereinigte alle Herbstkursteilnehmer zum geselligen  Abschlußfest.Freiwillige hatten mit viel Liebe die Werkstätte in ein gemütliches Feierstüble umgewandelt. Ein gutes Essen wurde aufgetragen, an Getränken mangelte es auch nicht, Kursteilnehmer machten Musik und alle sangen mit. Alles in allem ein gesellliger Abend, der allen in Erinnerung bleiben wird. Danke an alle , die zum guten Gelingen beigetragen haben.

Als Auftakt zur diesjährigen

 

KRIPPENAUSSTELLUNG

aller in diesem Jahr gefertigten Werke erschien am Donnerstag,2.12. in der Heimatbeilage der VN ein längeres Interview mit unserem Obmann DI Gerhard Moser, das wie auch alle seine Berichte in der Vorarlberger Krippenzeitung als Landeskrippenpfleger oder über unser Vereinsgeschehen der Chronik beigelegt ist.

Ein gutes Stück z.T. harter Arbeit wartete auf kundige und starke Männer und schmückende Frauenhände, ehe am Marienfeiertag 8.12. um 9 Uhr die Schau eröffnet werden konnte. Den vielen interessierten Besuchern aus ganz Vorarlberg und dem Bodenseeraum bot sich ein weites Spektrum verschiedenster persönlicher Darstellungen des weltbewegenden Ereignisses vor 2000 Jahren, ganz einfacher oder höchst vielfältiger Art, an die 150 an Zahl..

Beredtes Zeichen für den großen Anklang war auch heuer wieder die Tatsache,dass die Kurse sehr rasch ausgebucht waren.

Zur Krippensegnung, die Pfarrer Georg Meusburger am Sonntag,den 12.12. vornahm, waren trotz des eher ungünstigen Termins 9Uhr 30 relativ zahlreiche Mitfeiernde erschienen. Die hatten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn neben den bekannt guten Textvorträgen Ilse Mosers boten auch deren Cousine mit Tochter als Gesangsduo mit ihren feinen Stimmen gekonnt vertraute Weihnachtslieder dar.

Als Sonderschau zeigte der Briefmarkenverein unter Jakob Schwarz Weihnachtsmarken aus aller Welt.

Und wiederum sorgten Krippenkünstlerinnen und Krippelerfrauen dafür, dass neben Herz und Gemüt auch der Körper nicht zu kurz kam. Wenn dann Erfolg sichtbar, hörbar, spürbar wird, empfindet man auch die Mühe als Lohn und Lob.

Bei eisiger Kälte und schneidendem Wind mutete es fast wie ein kleines Wunder an, dass sich am Donnerstag, 23. 12. um 19 Uhr eine ganz erkleckliche Anzahl von Zuhörern zum

Weihnachtsblasen.

eines Ensembles der Bürgermusik vor unserem Vereinsheim einfand., und auch, dass den Musikanten Finger und Instrumente nicht einfroren. Selbst der alte Geheimrat Goethe hat diesen Brauch als sehr sinnig empfunden und gelobt – auch in unserer schnellebigen Zeit ist er eine Oase der Besinnlichkeit, des Innehaltens und Bedenkens.

Wir freuten uns über die wohlvertauten Weisen und die guten Wünsche unseres Obmanns, die alle Lauschenden mit

freudigem Applaus erwiderten. Wärmende Getränke taten wohl und auf dem Nachhauseweg dachte ich mir, wie gut es ist, dass es eine Weihnacht gibt, die uns ohne Angst und Bangen in ein neues Jahr schreiten läßt, auch wenn demnächst ein neuer Tausender geschrieben wird.

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